Ebola – eine neue Hürde?

In meinem vorletzten Post habe ich über Ebola-Viren und andere Zoonosen, Erkrankungen, die ursprünglich aus dem Tierreich kommen, geschrieben und schon gibt es einen erneuten Ausbruch in Afrika, genauer gesagt im Kongo. Die betroffene Region liegt in Ituri an der Grenze zum Südsudan und dem Westen Ugandas, der Region, die Familie Rapp und ich 2017-2019 besucht haben. Die Zahl der Verstorbenen in Ituri steigt und die Zahl der Verdachtsfälle wird von Experten als eher hoch im Vergleich zu vorherigen Ausbrüchen eingeschätzt. Es ist der 17. Ausbruch im Kongo seit der Ebola-Virus 1976 entdeckt wurde. Der letzte Ausbruch endete erst im Dezember letzten Jahres und forderte 45 Todesopfer. Die Demokratische Republik Kongo verfügt daher über viel Erfahrung im Umgang mit der Erkrankung. Bei dem letzten Ausbruch wurde ein Großteil der Bevölkerung bereits gegen die in der Region häufigste Variante des Ebola-Virus geimpft. Allerdings handelt es sich bei dem aktuell nachgewiesenen Virus um eine neue Variante des Bundibugyo-Stamms, gegen den es bisher keinen Impfstoff gibt und dessen Sterblichkeitsrate noch unbekannt ist. Bis heute (16.5.26) wurden bereits 80 Todesfälle im Rahmen des aktuellen Ebola-Ausbruchs im Kongo gemeldet.

Auch in Uganda ist vorgestern ein Patient an diesem Virus verstorben. Dieser Fall gilt als importiert, da es sich um einen Besucher aus dem Kongo handelte. Trotzdem besteht aufgrund der Nähe zu Uganda und des regen Grenzverkehrs natürlich die Gefahr, dass auch in Uganda weitere Ebola-Fälle auftreten.

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitssymptome, beträgt meist 1-2 Wochen, maximal 21 Tage. Ein Ebola-Ausbruch gilt als beendet, wenn 42 Tage nach vollständiger Gesundung oder nach dem Tod des letzten bestätigten Falles keine weiteren Erkrankungen registriert werden.